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Zuchtprogramm mit Vater- und Mutterlinien

Das Schweizerische Zuchtprogramm arbeitet mit spezialisierten Vater- und Mutterlinien:

  • Aus den Mutterlinien Edelschwein und Landrasse werden fruchtbare und robuste F1-Kreuzungssauen erzeugt. Die Reproduktionsleistung steht im Vordergrund.
  • Aus der Edelschwein-Vaterlinie werden die Endprodukteeber Premo® erzeugt (als Alternative auch Duroc oder Piétrain). Die Produktionsleistung steht im Vordergrund.

Die Arbeitsteilung zwischen den Zuchtstufen erlaubt die effizienteste Produktion von ho-mogenen Mastferkeln, die den schweizerischen Marktbedürfnissen optimal entsprechen.

  • In der Kernzucht wird der Zuchtfortschritt erarbeitet.
  • In der Vermehrung wird die Mutterlinien-Genetik aus der Kernzucht vermehrt und gleichzeitig werden Primera® F1-Kreuzungssauen erzeugt.
  • In der Produktionsstufe steht die grosse Mehrheit der Muttersauen und produzieren homogene und leistungsstarke Mastferkel.

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Zuchtzielfestlegung

Das ganze Zuchtprogramm hat zum Ziel mit ihren Produkten die Wünsche der nachgela-gerten Stufen immer besser zu erfüllen. Die unterschiedlichen Wünsche lassen sich am besten mit spezialisierten Vater- und Mutterlinien erfüllen.

  • Bei den Mutterlinien stehen die Wünsche der Ferkelproduzenten im Vordergrund, ohne die Bedürfnisse der übrigen Interessengruppen zu vernachlässigen, da ja das Endprodukt zu 50% aus Mutterlinien-Genetik besteht.
  • Bei den Vaterlinien stehen die Wünsche der Mäster, Metzger und Kosumenten klar im Vordergrund.

Für wirtschaftliche Tierleistungen ist das genetische Leistungspotenzial nur eine Komponente. Andere wichtige Komponenten sind eine gute Tiergesundheit und eine optimale Gestaltung der Umwelt (Haltung und Fütterung). Nur wenn alle diese Komponenten optimal aufeinander abgestimmt werden, sind wirtschaftliche Tierleistungen überhaupt möglich.

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Gesamtzuchtwerte für Vater- und Mutterlinien

Gesamtzuchtwerte sind die mathematische Umsetzung der Zuchtziele. Gesamtzuchtwerte definieren, wie stark die Zuchtwerte der einzelnen Merkmale gewichtet werden. Für die Ableitung der Gewichte wird die wirtschaftliche Bedeutung der Merkmale in der Produktionsstufe betrachtet.
Die Reproduktionsmerkmale beschreiben die Leistung der Muttersau. Sie sind deshalb nur für die Mutterlinien relevant. Zur einfacheren Interpretation werden Merkmale aus Teilbereichen zu Teilzuchtwerten zusammengefasst. Die Teil- und Gesamtzuchtwerte werden jährlich überprüft und bei Bedarf angepasst.

Die Gewichtung der Exterieurmerkmale ist unter anderem abhängig von der Abweichung des Leistungsniveaus der jeweiligen Zuchtpopulation vom angestrebten Optimum. Bei Merkmalen mit einem Optimum sind darum nicht extrem hohe oder tiefe Naturalzuchtwerte, sondern optimale Werte anzustreben. Die Optima auf der Beschreibungsskala ändern nicht. Durch leichte Veränderungen des Leistungsniveaus und der rollenden Basis ergeben sich bei den Naturalzuchtwerten zum Teil kleine Veränderungen der optimalen Werte. Diese werden regelmässig angepasst.

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