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SUISAG Newsletter - Sommer 2017

Geschätzte Leserinnen und Leser

Mit der neuen Ausgabe des SUISAG-Newsletters möchten wir Sie über aktuelle Themen der informieren.

Im Bereich Gesundheit haben wir uns intensiv mit der Weiterentwicklung des neuen Gesundheitsprogrammes SuisSano zur Optimierung und Reduzierung des Antibiotikaverbrauchs in der Schweizer Schweinhaltung beschäftigt. Mit dem Elektronischen Behandlungsjournal steht den SuisSano-Betrieben ein kostenloses Tool zur Erfassung und Auswertung des Antibiotikaeinsatzes zur Verfügung.

Zusätzlich stellt die SUISAG seit Anfang Jahr den Schweinezuchtbetrieben ein Reprojournal zur einfachen und kostengünstigen Erfassung von Leistungsdaten zur Verfügung. Wer eine professionelle züchterische Betreuung durch SUISAG Genetiker möchte, dem empfehlen wir das Herdebuch.

Bewährte Produkte rund um die Schweinehaltung können Sie über den SuisShop der SUISAG beziehen. Bestellungen nimmt das Verkaufsteam gerne entgegen. Ab einem Bestellwert von 500 CHF liefern wir frei auf den Hof auch ohne Spermalieferung.

Mit den verschiedenen Dienstleistungen möchten wir unsere Kunden bei der Weiterentwicklung des Gesundheits- und Leistungsniveaus auf den Betrieben unterstützen und dadurch die Wirtschaftlichkeit verbessern.

 
 

Das Elektronische Behandlungsjournal führt zu einer genaueren Datenerfassung zum Nutzen von Betrieb und Beratung

Das Elektronische Behandlungsjournal (EBJ) wird seit April dieses Jahres den SuisSano-Produzenten kostenfrei zur Verfügung gestellt. Mittels des EBJ‘s können alle medizinischen Behandlungen auf dem Betrieb erfasst und ausgewertet werden. So kann der Medikamenteneinsatz schon durch den Produzenten selbst übersichtlich dargestellt werden. Der Produzent wie der Berater erhalten wichtige Einblicke in den Medikamenteneinsatz. Dies ist zentral für die Optimierung von Abläufen auf dem Betrieb und die Senkung v.a. des Antibiotikaeinsatzes. Des Weiteren kann sich der Einzelbetrieb mit dem Durchschnitt der anderen teilnehmenden Betriebe vergleichen. Gegen aussen kann der aktuelle Antibiotikaeinsatz der teilnehmenden Betriebe als Ganzes dargestellt und Senkungen im Antibiotikaeinsatz über die Zeit können verfolgt werden. Um den Produzenten optimal zu unterstützen, wurde eine Hotline zu Bürozeiten eingerichtet.

 
 

 

Elektronisches Reprojournal bewährt sich im Praxiseinsatz

Neben dem elektronischen Behandlungsjournal wird von den Betrieben im SuisSano Gesundheitsprogramm gefordert, dass diese ihre Reproduktionsleistungen elektronisch erfassen und jederzeit eine Betriebsauswertung über ihren Leistungsstand erstellen können. Seit anfangs Jahr wird das Reprojournal von etlichen Mastferkelproduzenten für die Erfassung ihrer Belegungen und Würfe eingesetzt. Der selbsterklärende Aufbau und die Beschränkung auf die Minimalanforderungen von SuisSano erlauben den Betrieben eine schnelle und einfache online Erfassung ihrer Reproduktionsdaten.

 
 

Schutz vor Wildschweinen

Als nahe Verwandte unserer Hausschweine sind Wildschweine für dieselben Krankheiten empfänglich und können diese auch übertragen (z.B. EP, Saugferkeldurchfall, Räude, Aujeszky, Brucellose, PRRS, Schweinepest, MKS). Wildschweine sind in der Schweiz weit verbreitet und die Population nimmt stetig zu. Als Vorsichtsmassnahme wird daher für sämtliche SGD Betriebe mit Status A-R eine korrekte Abgrenzung, welche den direkten Kontakt unserer Hausschweine mit Wildschweinen vermeidet, vorgeschrieben (Übergangsfrist der Umsetzung der nötigen Massnahmen bis zum 31.12.2017).

 
 

 

Lüftung im Sommer

In der heißen Jahreszeit sind Schweine höheren Belastungen ausgesetzt, die vielfach zu Leistungsdepressionen führen zu schlechteren Zunahmen bei Ferkeln und Mastschweinen und zu Fruchtbarkeitsproblemen bei der Zuchtsau. Ursachen sind ein minderwertiges Klima im Schweinestall bzw. zu hohe Temperaturen.

Da Schweinen Schweißdrüsen fehlen, haben sie wenige Möglichkeiten, die eigene Temperatur aktiv zu regeln. Die Abkühlung erfolgt durch Temperaturaustausch über die Atmung oder durch Austausch über die Haut bzw. die Körperoberfläche. In den Sauenställen steigen die Umrauscherquoten erheblich an und auch die Aufzuchtleistung leidet unter den sommerlichen Witterungsverhältnissen.

Durch eine gezielte Klimamessung kann der SGD (Schweinegesundheitsdienst) Schwächen und Fehler in der Lüftung und dem Temperaturmanagement in Ihrem Stall feststellen und analysieren. Lösungen werden zusammen mit Ihnen oder Ihrem Lüftungsbauer gesucht und diskutiert. Melden Sie sich bei Ihren SGD-Büro.

 
 

Homöopathie im Schweinestall – Aufbaumodul Magen-Darmtrakt für Züchter

Durchfall bei Saug- oder/und Absetzferkeln ist für viele Züchter ein wiederkehrendes Problem. Der Wunsch, die Tiere homöopathisch zu unterstützen und soweit wie möglich auf Antibiotika zu verzichten, wächst bei vielen Betriebsleitern.

Nach dem besuchten Grundkurs wurden besprochene Prophylaxe- und Behandlungskonzepte rund um die Geburt erfolgreich im Stall eingesetzt. Im nächsten Workshop soll nun die Physiologie der Verdauung, Managementoptimierungsmöglichkeiten im Abferkel- und Absetzjagerstall und weitere homöopathische Arzneimittel besprochen werden.

Aufgrund der grossen Nachfrage wird das Aufbaumodul Magendarmtrakt – Durchfall bei Saug- und Absetzferkeln – zusätzlich zum 9. November in Winterthur/Wülflingen neu auch noch am 2. November in Sempach angeboten. Anmeldeschluss ist der 16. Oktober 2017.

 
 

Flächendesinfektion in Tierhaltungsbetrieben
Was nutzt die Desinfektion? Was darf sie kosten?

Reinigungs- und Desinfektionsmassnahmen sind in den heutigen Schweinebetrieben nicht mehr wegzudenken. Gezielt wird die Übertragung von Krankheitskeimen verhindert und jeder Tiergruppe ein gesunder Start ermöglicht.

 
 

 

GHS - das neue Kennzeichnungssystem für Chemikalien

Ab 2017 müssen alle Chemikalien in der Schweiz gemäss des neuen Kennzeichnungssystems für Chemikalien der Vereinten Nationen (GHS - Globally Harmonized System for the Classification and Labelling of Chemicals) gekennzeichnet werden. Um Handelshemmnisse mit der Europäischen Union zu vermeiden, orientiert sich die Schweiz bei der Übernahme von GHS stark an der EU Gesetzgebung und an der in der EU geltenden CLP-Verordnung (Classification, Labelling and Packaging).

Aufgrund der Harmonisierung mussten Sicherheitsdatenblätter aktualisiert werden. Lieferanten von gewerblichen Kunden müssen bei Änderungen aktuelle SDB unaufgefordert ihren Abnehmern zustellen. Dies ist auch in elektronischer Form möglich. Aus diesem Grund senden wir Ihnen einen direkten LINK zu allen SDB auf der SUISAG-Homepage (Downloadbereich für Dokumente). Zusätzlich finden Sie die direkten Links bei allen im SuisShop geführten Produkten, die ein SDB benötigen.

 
 

Spermalieferungen an Feiertagen

Bitte beachten Sie unsere Lieferzeiten an folgenden Feiertagen.

Datum Tag Feiertag Verkauf Lieferung
Semen Center
Hof / Depot Post
August
01.08.2017 Di
Nationalfeiertag
ja ja ja
nein
15.08.2017 Di
Mariä Himmelfahrt
ja ja ja nein
November
01.11.2017 Mi
Allerheiligen ja ja nein
nein
 


 

 

Termine und Veranstaltungen der SUISAG - profitieren auch Sie!

25.08.2017

Kastrationskurs in Hohenrain

31.08.2017

Einführung ins Elektronische Behandlungsjournal, Septemberhöck der Sektion Ostschweiz
Restaurant Toggenburgerhof, Kirchberg SG

19.09.2017
um 19:30 Uhr

Einführung ins Elektronische Behandlungsjournal
Tribüne der Reitanlage Weishaupt
9050 Appenzell, Haslenstrasse

24./25.10.2017

Schweinebesamungskurs
in Sempach

02.11.2017

Workshop Homöopathie
Aufbaumodul Magendarmtrakt in Sempach
Anmeldung bis am 16. Oktober 2017

08.11.2017

Züchtertagung

09.11.2017

Workshop Homöopathie
Aufbaumodul Magendarmtrakt in Winterthur
Anmeldung bis am 23. Oktober 2017 (nur noch wenige freie Plätze)

 
 

Übersicht

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SUISAG Newsletter - Ausgabe Sommer 2017
 
Das Elektronische Behandlungsjournal führt zu einer genaueren Datenerfassung zum Nutzen von Betrieb und Beratung

Das EBJ kann nun durch die SuisSano-Betriebe genutzt werden.


Nach dem Einstieg über die SUISAG-Homepage kann das Werkzeug Elektronisches Behandlungsjournal (EBJ) angeklickt werden. Nach der Erfassung der Tierzahlen wird in einem ersten Schritt der aktuelle Medikamentenvorrat mit wenigen Klicks erhoben. Anschliessend können die Behandlungen eingegeben werden. Um Routinebehandlungen (Impfungen, Standardbehandlungen, etc.) schneller einzugeben, werden Favoriten erfasst. Somit müssen nicht jedes Mal erneut Altersklasse, Diagnose und Medikamente eingegeben werden. Wir empfehlen den Produzenten alle Behandlungen, nicht nur die antibiotischen, auf dem Betrieb mit dem EBJ zu erfassen, damit nicht mehrere Behandlungsjournale gleichzeitig geführt werden müssen.

Um genaue Auswertungen zu erhalten, empfiehlt es sich die Identifikation möglichst genau zu machen. Werden ganze Buchten oder Stallabteile behandelt, sollte dies auch so erfasst werden (z. B. Abferkelbucht 2 oder Galtsauenstall). Werden nur einzelne Tiere behandelt, sollte, wie vom Gesetz vorgeschrieben, die Ohrmarkenlaufnummer eingegeben werden. So kann schon in der Auswertung im Behandlungsjournal nach Identifikation sortiert werden und die Behandlung von Einzeltieren oder Stallabteilen aufgelistet werden. Medikamentenzukauf, aktueller Medikamentenvorrat und das eigentliche Behandlungsjournal können als pdf gedruckt werden oder ins Excel zur Weiterbearbeitung exportiert werden. So haben auch Kontrolleure eine gute Übersicht.

Zusätzlich werden auch die Abgänge auf dem Betrieb, wie vom Gesetz vorgeschrieben, im Abgangsjournal erhoben. Alle Tiere ausser Saugferkel, die auf dem Betrieb sterben, werden mittels Altersklasse, Identifikation, Gewicht und Abgangsursache eingegeben. Die toten Saugferkel werden im Sauenplaner notiert. Auch diese Daten geben in der Auswertung wichtige Hinweise auf Optimierungsmöglichkeiten auf dem Betrieb.

Die erhobenen Daten werden bei der Qualitas, einer unabhängigen Firma im Besitz der Schweizer Rindviehzuchtverbände, abgespeichert. Zugang zu den Daten haben nur der Betrieb, der SGD-Berater und der Betriebstierarzt, wenn er aktiv durch den Betrieb freigeschalten wurde. Zur Auswertung werden die Daten anonymisiert, sodass keine Rückverfolgung auf den Einzelbetrieb möglich ist. Um die Eingabe für den Produzenten noch weiter zu erleichtern, wird in den nächsten Monaten eine App programmiert. Damit können die Daten auch per Handy, direkt im Stall und ohne Netzzugang, erhoben werden. Die Daten werden beim nächsten Netzzugang in die Datenbank überspielt. Sobald eine gewisse Menge an Daten im EBJ vorhanden ist, kann diese durch Grafiken dargestellt und dem Produzenten zur Verfügung gestellt werden. Die visuelle Darstellung erleichtert die Lesbarkeit und Interpretation der Daten. Auch diese Auswertungen werden dem Betrieb kostenfrei zur Verfügung gestellt. Das ganze Programm wird kontinuierlich ausgebaut. Wir hoffen, damit den Grundstein für die Weiterentwicklung der Schweizer Schweineproduktion gelegt zu haben.


Hotline:
Telefonisch: 041 462 65 50 oder
per Mail: behandlungsjournal@suisag.ch
Übersicht
 
Elektronisches Reprojournal bewährt sich im Praxiseinsatz

 


Das elektronische Reprojournal ermöglicht es den Betrieben mühelos Aufzeichnungen der Reproduktionsdaten (Belegungen, Würfe) selber am Computer zu erfassen. Mit der Beschränkung auf die wichtigsten Kennzahlen und den einfachen, verständlichen Aufbau der Software können die Betriebe ohne lange Einarbeitung ihre Daten sofort und zweckmässig elektronisch aufzeichnen. Mit der Betriebsauswertung erhält der Betrieb jederzeit einen aktuellen Überblick seiner im Schweinestall erzielten Leistungen. Das elektronische Reprojournal ist eine kostengünstige Variante für Betriebe, welche bis jetzt in keinem Auswertungsprogramm mitmachen und keinen Sauenplaner einsetzen.

Reprojournal - Ihr Nutzen im Überblick

Interessierte Betriebe können sich direkt bei der SUISAG melden.

Tel. 041 462 65 60 (Daniel Kaufmann oder Sarah Wallmer) reprojournal@suisag.ch



Übersicht

 
Schutz vor Wildschweinen
Folgende Möglichkeiten eigenen sich zur Erfüllung der Vorschrift:

 

 

 

  • Ein mindestens 1.50 m hoher geschlossener Bereich (ohne Löcher mit direkter Kontaktmöglichkeit).
  • Das Installieren eines Zauns im Abstand von mind. einem Meter zum Auslaufbereich bei nicht durchgehend geschlossener Abschrankung, bzw. eines zweiten Zaunes im selben Abstand zum ersten bei Freilaufhaltung, verhindert den direkten Kontakt zwischen Wild- und Hausschweinen. Am besten eignet sich hierfür ein 1.50 m hoher Maschendrahtzaun. Der unterste Draht sollte nicht höher als 10 cm über Boden sein und wenn möglich unter Strom stehen (wegen den Frischlingen).
  • Warnsysteme (z.B. Bewegungssensoren mit Scheinwerfern oder Alarmanlage) helfen zusätzlich mit, ungebetene Eindringlinge fernzuhalten.
  • Auch die Lufteinlässe müssen mit einem Zaun in Abstand von mind. 1 m vor Wildschweinen geschützt werden.
Wir empfehlen auch allen SGD A-Betrieben, diese Massnahmen freiwillig umzusetzen, da es sich um eine Vorsichtsmassnahme zum Eigenschutz des Betriebes handelt. Wenn Wildschweine auf dem Betriebsgelände waren oder wenn Husten und unklare Krankheitssymptome auftreten, ist der Verkauf von Schweinen unmittelbar einzustellen und der SGD zu informieren. Gesichtete Wildschweine müssen umgehend der Jagdgesellschaft oder der Jagdbehörde gemeldet werden. Schweineproduzenten empfehlen wir, selbst nicht auf die Jagd zu gehen, da sie Krankheiten in den Stall einschleppen könnten. Ein Schweinehalter, welcher gleichzeitig Jäger ist, muss auf eine strikte Trennung der Jagdkleider und –Stiefel von den Hausschweinen und dem Stall achten. Auch tote Wildschweine können Träger von hochansteckenden Seuchen sein und stellen für die Schweizer Schweine eine Gefahr dar. Bei allfälligen Fragen zum Wildschweinschutz oder bei offenen Fragen bezüglich sinnvoller Vorsorgemassnahmen steht Ihnen Ihr SGD-Berater gerne zur Verfügung.

Übersicht

 
Flächendesinfektion in Tierhaltungsbetrieben

Tierhaltungsbetriebe umfassen meist grosse Tierbestände, die entsprechend grosse Räume und Flächen beanspruchen. Je grösser ein Tierbestand ist, umso anspruchsvoller sind die Hygienemassnahmen, um die Tiere vor Infektionskrankheiten zu schützen und umso kostspieliger ist es, wenn dies nicht gelingt. Neben der Besucherhygiene ist die vorbeugende Flächendesinfektion mit Produkten aus den folgenden Wirkstoffgruppen verbreitet: Oxidationsmittel, Iod, Aldehyde, Quartäre Ammoniumverbindungen. Mittel mit einigen weiteren Wirkstoffen wie Alkohole, Phenole, Octenidin, Chlorhexidin oder Polihexanid werden aus Kostengründen kaum in Tierhaltungsbetrieben eingesetzt. Desinfektionsmittel werden auch aufgrund ihres Einsatzgebietes (Raumdesinfektion, Hautdesinfektion, Gerätedesinfektion usw.) oder aber aufgrund ihrer ausgeprägten Wirksamkeit gegen Keimgruppen eingeteilt (zum Beispiel als viruzid bei guten Resultaten gegen behüllte und unbehüllte Viren).

Germicidan FF Plus

Wegen des stechenden Geruchs werden immer weniger aldehydhaltige Desinfektionsmittel in der Humanmedizin verwendet. Aldehyde haben ein breites Wirkungsspektrum. Sie wirken fungizid, bakterizid, viruzid und bedingt auch sporozid. Diese sporozide Wirkung weisen nur wenige Desinfektionsmittel auf. Sie wirken also gegen Sporen von Bakterien und Pilzen. Organische Ammoniumverbindungen, die vier Valenzen eines Stickstoffatoms gebunden haben, werden quartäre Ammoniumverbindungen oder kurz QAV bzw. Quats genannt. QAV reichern sich in Zellmembranen lebender Organismen an und beeinträchtigen ihre Funktion: die Organismen sterben ab. Ammoniumverbindungen sind nicht flüchtig und trocknen nicht rückstandsfrei ab.


Germicidan Iodes

Elementares Iod muss zuerst wasserlöslich gemacht werden, damit man es als Wirkstoff in Desinfektionsmitteln verwenden kann. Es ist bakterizid, protozoid, tuberkulozid, begrenzt viruzid, aber gegen eine Reihe von unbehüllten Viren wirksam.



Germidcidan PES

Sauerstoffabspalter ist ein Sammelbegriff für chemische Verbindungen wie zum Beispiel Peressigsäure und Wasserstoffperoxid. Wenn sie mit bestimmten Stoffen reagieren, entsteht Sauerstoff. Peressigsäure wird oft mit Korrosionsinhibitoren verwendet. Der grosse Vorteil liegt im breiten Wirkspektrum gegen Bakterien, Mykobakterien, Sporen von Bakterien, Pilze, behüllte und unbehüllte Viren und das jeweils ohne Wirkungslücken.

Aufgrund der aktuellen sanitarischen Situation und anhand diagnostizierter Krankheiten im Bestand oder im vorhergegangenen Umtrieb kennt der Betriebsleiter die Erregergruppen, die er vorbeugend zu seiner Sicherheit bekämpfen muss. Nach Absprache mit seinem Bestandestierarzt und dem SGD kann er entscheiden, welches Desinfektionsmittel mit welchem spezifischen Wirkspektrum er einsetzen kann. Er informiert sich mit Hilfe der Produktinformationen, welche Konzentration er einsetzen muss und kennt die Stallfläche, die er zu desinfizieren gedenkt. Mit diesen Informationen kann er nun den Bedarf an Konzentrat berechnen, die reinen Materialkosten eruieren und Vergleiche anstellen. Diese Materialkosten schwanken erheblich zwischen den verschiedenen Anbietern. Bei diesen Kostenvergleichen lohnt es sich, zwischen Wünschbarem und Nützlichem zu unterscheiden. Eine gegen Spulwurmeier wirksame Desinfektion nützt nichts, wenn es keine Probleme mit diesen Parasiten gibt, sie kostet aber sehr viel Geld. Zudem werden das Material, die Gülle und damit die Umwelt unnötig belastet.

Materialkosten für Flächendesinfektion

 Produkt Preis pro kg
inkl. MwSt.
Dosierung für 100 m2
= Dosierung für 40 l Wasser
Kosten pro 100 m2
inkl. MwSt

Germicidan PES

 1% Anwendungslösung

CHF 6.48
 0.4 kg
 CHF 2.6

Germididan Iodes

 1% Anwendungslösung

CHF 10.48
 0.4 kg
 CHF 4.2

Germicidan FF plus

0.5 % Anwendungslösung
für vorbeugende Desinfektion

CHF 12.3
 0.2 kg
 CHF 2.46

2 % Anwendungslösung
für spezielle Desinfektion

CHF 12.3
 0.8 kg
 CHF 9.85
       
 

FAZIT

  • Um Tiergruppen zu schützen, kann man ihre Unterkunft desinfizieren.
  • Desinfektionsmittel auf dem Markt sind getestet und wirksam.
  • Desinfektionsmittel werden nach unterschiedlichen Kriterien gruppiert.
  • Die reinen Materialkosten einer Desinfektion schwanken enorm.
  • Den Markt zu beobachten lohnt sich auf jeden Fall
  • Mittel auswählen, die auf dem Betrieb Nutzen bringen
  • Kein Luxuskonsum wegen unnötigen Kosten und der Umweltbelastung.
  • Biozide sicher verwenden. Vor Gebrauch stets Produktinformationen lesen.

Bei Fragen zur Anwendung der Produkte zur Desinfektion wenden Sie sich an Ihr nächstes SGD-Büro.

Bestellen Sie die SuisShop-Artikel direkt über unseren Samenverkauf.

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