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SUISAG Newsletter - Frühling 2017

Geschätzte Leserinnen und Leser

An den SUISAG-Kundenabenden hatten wir die Gelegenheit, den Kontakt mit unseren Kunden zu pflegen und auszubauen. Auch in diesem Jahr möchten wir Sie mit guten Angeboten überzeugen. Wir stehen nicht still. Zucht, Spermaqualität und Gesundheit werden laufend weiterentwickelt. In der Zucht werden beispielsweise weitere Fleischqualitätsmerkmale eingeführt. Kein anderes Zuchtprogramm hat einen so starken Fokus auf die Qualität. Nur wenn wir Top-Qualität produzieren, haben wir eine Chance, den Rückgang des Schweinefleischkonsums zu stoppen und uns gleichzeitig gegen Importware abzuheben. Das SUISAG-Zuchtprogramm ist hier weltweit absolut einzigartig. Unsere Unabhängigkeit erlaubt eine eigenständige, an Schweizer Verhältnisse angepasste Genetik.

2017 bietet der Geschäftsbereich SGD erstmals Homöopathie-Kurse an. Unsere beiden in Deutschland und der Schweiz ausgebildeten SGD-Tierärztinnen Anna Müller und Steffi Klausmann führen im Frühjahr und Sommer einen eintägigen Einführungskurs in zwei Regionen der Schweiz durch. Im Herbst findet dann ein Aufbaukurs statt. SGD-Mitglieder profitieren von einem reduzierten Tarif.

Es wird wärmer und der Frühling naht. Frühling ist Fliegenzeit. Die SUISAG empfiehlt, frühzeitig Massnahmen in die Wege zu leiten im Sinne einer möglichst optimalen Tiergesundheit. Im SuisShop finden Sie dazu die entsprechenden Produkte.

Ab 1. April 2017 gelten die neuen Allgemeinen Geschäftsbedingungen der SUISAG. Diese sind ab Ende März einsehbar auf der SUISAG-Webseite.

Das SUISAG-Team wünscht Ihnen viel Glück in Haus und Hof. Als Dienstleistungszentrum der Schweinebranche sind wir gerne für Sie da.

 
 

Wahl von Dominic Zuber zum neuen Geschäftsbereichsleiter SGD und Mitglied der GL

Wir freuen uns Ihnen mitzuteilen, dass am 1. Juli 2017 Dr. med. vet. Dominic Zuber seine Tätigkeit als Geschäftsbereichsleiter SGD und Mitglied der Geschäftsleitung der SUISAG aufnimmt.

 
 

Fliegenbekämpfung – frühzeitig starten!

Mit steigenden Aussentemperaturen vermehren sich die Fliegen schnell. Sie verursachen Stress und Unruhe bei den Tieren, stören den Betriebsablauf und können verschiedene Krankheiten übertragen. Die frühzeitige und gezielte Bekämpfung von Larven und Fliegen ist eine notwendige Investition.

 
 

 

SUISAG Kundenabende 2017

An den sieben regional durchgeführten SUISAG-Kundenabenden haben sich gegen 500 interessierte Schweinehalter über aktuelle SUISAG-Themen, professionelle Managementfragen in der Schweinezucht sowie neuste technologische Entwicklungen informiert.

 
 


 

Homöopathie im Schweinestall – wie geht denn das?

Für interessierte Schweinezüchter bietet der Schweinegesundheitsdienst der SUISAG im modulartigen Aufbau eine fundierte Einführung in die Grundlagen der Homöopathie. Im Workshop werden ganzheitliche Konzepte, Möglichkeiten zur Optimierung des Managements und Chancen und Grenzen der Homöopathie besprochen. Das erste Schwerpunktthema - Fruchtbarkeit und Geburt - wird erarbeitet und die praktische Verabreichung der besprochenen Mittel wird demonstriert.

Gerne begrüssen wir Sie zum Grundkurs (inkl. Schwerpunktthema Fruchtbarkeit und Geburt) und oder zum Aufbaumodul Magendarmrakt. Melden Sie sich an!

 
 

Ausbildung und Bewilligung für Tierhalter/halterinnen die in der eigenen Tierhaltung oder in der Tierhaltung ihres Arbeitgebers Schweine besamen

Gestützt auf Artikel 51 der Tierseuchenverordnung wird vom Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen die Ausbildungsstätte zur künstlichen Besamung anerkannt. Die Ausbildung im Bereich der künstlichen Besamung und die Anerkennung sind in den Technischen Weisungen über die Ausbildung der Besamungstechniker und der Tierhalter, die im eigenen Betrieb oder im Betrieb ihres Arbeitgebers besamen, und über die Anerkennung von Ausbildungsstätten vom 16. August 1999 geregelt. Anerkannt als Ausbildungsstätte zur Besamung von Tieren der Gattung Schweine ist die SUISAG, Dienstleistungszentrum für die Schweineproduktion, Allmend 8, 6204 Sempach.

 
 

Spermalieferungen an Feiertagen

Bitte beachten Sie unsere Lieferzeiten an folgenden Feiertagen.

Datum Tag Feiertag Verkauf Lieferung
Semen Center
Hof / Depot Post
April
14.04.2017 Fr
Karfreitag
ja ja ja
nein
17.04.2017 Mo Ostermontag
ja ja ja nein
Mai
25.05.2017 Do
Auffahrt
nein nein nein
nein
Juni
05.06.2017 Mo
Pfingstmontag
ja ja ja
nein
15.06.2017 Do Fronleichnam
ja ja nein
nein
 


 

 

Termine und Veranstaltungen der SUISAG - profitieren auch Sie!

06.04.2017

Workshop Homöopathie
Grundkurs in Sempach (ausgebucht)

28.04.2017

Kastrationskurs in Flawil

03./04.05.2017

Schweinebesamungskurs in Sempach

08.06.2017

Workshop Homöopathie Grundkurs in Flawil
Anmeldung bis am 22. Mai 2017

24./25.10.2017

Schweinebesamungskurs in Sempach

09.11.2017

Workshop Homöopathie Aufbaumodul Magendarmtrakt in Winterthur
Anmeldung bis am 23. Oktober 2017

 

Übersicht

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SUISAG Newsletter - Ausgabe Frühling 2017
 
1. Fliegenbekämpfung – frühzeitig starten!

Fliegen halten sich überall im Stall auf und treten praktisch das ganze Jahr über auf. In ihrem dreiwöchigen Leben kann eine Fliege bis zu 1000 Eier legen. Für die erfolgreiche Bekämpfung müssen sowohl Larven wie auch ausgewachsene Fliegen mit System bekämpft werden. Aufzeichnungen über die getroffenen Massnahmen sind ein Muss für die Erfolgskontrolle.


Larvenbekämpfung

Eine Behandlung gegen Fliegenlarven wird idealerweise im Frühjahr durchgeführt. Das Pulverkonzentrat Larvizide D hemmt die Häutung der Fliegenlarven, was zum Tod dieser führt. Larvizide D wird in Wasser aufgelöst und mit der Gieskanne an feuchten Stellen (Buchtseiten) und in den Güllekanal aufgegossen. Der gewünschte Behandlungserfolg wird nach 2 - 3 Wochen sichtbar. Mit Larviziden lassen sich sehr effizient grosse Flächen Schwemmkanäle vorbeugend behandeln. Die Behandlung bei fachgerechter Anwendung mit dem Produkt Larvizid D aus dem SuisShop kostet pro m2 26 Rappen. Wichtig: Das Präparat muss im Abstand von 14 Tagen nochmals aufgetragen werden. Nur so ist der Schutz vor den Lästlingen langdauernd, da die Fliegeneier nicht durch den Wirkstoff dezimiert werden.


Bekämpfung der erwachsenen, geschlechtsreifen Fliegen

Adulte Tiere können mit Frass- oder Kontaktgiften bekämpft werden. Kontaktgifte werden auf allen Flächen der Stallung ausgespritzt und wirken meist innerhalb weniger Minuten. Frassgifte werden an beliebten Aufenthaltsorten ausgelegt oder auf Träger aufgestrichen. Goldin Fliegenköder-Granulat hat eine Lockwirkung und ist anwendbar als Streuköder oder als Streichmittel. Der Streuköder kann unter Verwendung der Fly-Inn-Fliegenfallen einfach und verlustarm bereitgestellt werden.
Als Streichmittel muss Goldin Fliegenköder im Verhältnis von 1:1 (1 g auf 1 ml) mit warmem Wasser gemischt werden. Die Lösung wird auf alle Flächen gestrichen, die von Fliegen gern benutzt werden (Fenster, Fenstersimse, Lichtquellen, Säulen, Türen usw.) Besonders praktisch ist die Verwendung von Tafeln aus Pappe, Holz, Metall oder Kunststoff in der Größe von DIN A3 oder DIN A4. Diese werden von beiden Seiten bestrichen und im Abstand von ca. 4 bis 5 m ausserhalb der Buchten aufgehängt. (Anwendungsempfehlung)
 

Spritzmittel – damit Fliegen die Fliege machen

Zu spät durchgeführte Vorbeugemassnahmen haben zur Folge, dass bei entsprechendem Insektenbefall Spritzmittel zum Einsatz kommen. Spritzmittel wie Zidex G oder Rapido Quick wirken als Frass- und Kontaktgift. Sie werden flächendeckend in Stallungen, an den Wänden und dem Deckenbereich ausgebracht. Vor der Anwendung sind verstaubte und verschmutzte Flächen zu säubern, da Staub und Schmutz den Bekämpfungserfolg erheblich beeinträchtigen. Die Fliegen nehmen den Wirkstoff über Weichteile im Panzer oder über die Fussballen auf. Dazu die fertige Spritzbrühe mit einer Rückenspritze und geringem Druck auf alle bevorzugten Aufenthaltsorte ausbringen (Wände, Pfosten, Fensterbänke…). Bleibt eine Behandlung unwirksam, kann nur ein Wechsel der Wirkstoffgruppe weiterhelfen. Fliegengitter, Fliegenfänger und UV-Lampen im Bereich der Einflugschneisen vermindern den Einflug von Insekten. Weitere vorbeugende Massnahmen legen den Grundstein für eine wirksame und langanhaltende Fliegenbekämpfung.
 

Spezialfall in der Fliegenbekämpfung

Auch die Essigfliegen und Fruchtfliegen übertragen im Stall gefährliche Krankheiten und stören erheblich das Wohlbefinden der Tiere. Sie legen ihre Eier an Wände oder feuchte Örtlichkeiten. Nutzen Sie die wiederverwendbare Fruchtfliegenfalle für den Einsatz im Stall. Die Fliegen werden durch den Lockstoff angezogen und finden nicht mehr heraus. Der Lockstoff ist ohne bioziden Wirkstoff, muss aber für eine gleichbleibend gute Fangleistung spätestens komplett nach vier Wochen ausgetauscht werden. Die Falle ist an geeigneten Orten hängend oder stehend einsetzbar.

 

 

Generelle Empfehlungen für die Fliegenbekämpfung!

  • Für Sauberkeit im Stall sorgen! Futter- und Kotreste beseitigen, Schwimmdecken der Gülle vermeiden.
  • Handeln Sie frühzeitig! Larvenstadien vernichten ist effizienter als adulte Tiere zu bekämpfen.
  • Verschiedene Entwicklungsstadien angreifen und den Entwicklungszyklus durchbrechen.
  • Nicht punktuell, sondern den ganzen Stall behandeln. Fliegenbekämpfung im 14-Tage-Intervall wiederholen!
  • Fliegen und Larven dort behandeln, wo sie wirklich sitzen. Sitzflächen durch Ködertafeln schaffen!
  • Bei starkem Befall stets alle drei Bausteine der Fliegenbekämpfung nutzen: Larvenmittel, Frassköder und Spritzmittel
  • Rechnen Sie die Wirkstoffkosten pro Flächeneinheit aus! Der Vergleich lohnt sich.
  • Lesen Sie vor Gebrauch von Bioziden Produkten stets die Anwendungsvorschriften.

Bei Fragen zur Anwendung der Produkte gegen Fliegen wenden Sie sich an Ihr nächstes SGD-Büro.

Bestellen Sie die SuisShop-Artikel direkt über unseren Samenverkauf.
Übersicht
 
2. SUISAG Kundenabende 2017

Im Bereich KB führt die SUISAG ab dem 1. Juli 2017 die neuste Technologie CASA = Computer-assissted sperm analysis (computergestützte Spermaanalyse) ein. Dies ermöglicht eine noch präzisere Bestimmung der Anzahl aber auch der Qualität der Samenzellen eines Ejakulates. Die SUISAG legt höchsten Wert auf die Qualität des ausgelieferten Frischspermas. Es ist sehr wichtig, dass bei der nachfolgenden Lagerung sowie der Handhabung auf dem Hof die entsprechenden Empfehlungen beachtet werden, damit ein optimaler Besamungserfolg erzielt werden kann. Dazu gehört insbesondere die Sicherstellung des Temperaturverlaufes der ausgelieferten Blister ohne grosse Schwankungen mit einer gut kontrollierten Klimabox.






Die grosse Umfrage bei den Schweizer Schweinezüchtern mit über 630 Rückmeldungen zu den Themen Wurfgrössen und Saugferkelmanagement hat ergeben, dass über 80% der Züchter findet, dass die heutigen Wurfgrössen von rund 13 LGF für die Schweizer Betriebe optimal sind. Der in den letzten 15 Jahren um gut zwei Ferkel höhere Durchschnitt in der Anzahl lebend geborener Ferkel stellt auch höhere Anforderungen an das Wurfmanagement auf den Betrieben. Dazu konnte eine Vielzahl von Empfehlungen und Tipps im Umgang mit den gebärenden Sauen und ihren Ferkeln in Erinnerung gerufen und diskutiert werden. Aus wirtschaftlicher Sicht ist die Anzahl abgesetzter Ferkel entscheidend, denn nur diese können auch verkauft werden. Die Resultate aus der Praxisumfrage sowie auch aus dem jährlichen Reproduktionscontrolling bestätigen, dass die entsprechend rechtzeitig vorgenommenen Gewichtungen LGF, FAR und AUF im Zuchtziel der Schweizer Mutterlinienrassen der richtige züchterische Beitrag sind, um die Saugferkelverluste niedrig zu halten.

Mit dem neuen SUISAG-Angebot Fruchtbarkeitsberatung durch unsere spezialisierten SGD-Veterinäre können Fruchtbarkeitsprobleme auf dem Betrieb systematisch analysiert und Schwachstellen behoben werden. Die CH-Zuchtsauen erbringen Hochleistungen und die wichtige Phase vom Absetzen bis zur erfolgreichen Wiederbelegung entscheidet zu einem bedeutenden Teil über den Erfolg in der Ferkelproduktion. Vollständig und konsequent erfasste Daten und ein professionelles Besamungsmanagement sind Grundvoraussetzungen für ausgeglichene Würfe und eine lange Nutzungsdauer der Sauen. Bei Problemen kann die spezialisierte Fruchtbarkeitsberatung durch die kompetenten SGD-Fachspezialist/innen wertvolle Hilfe bieten. 

 

Mit dem Dank der SUISAG an die Kunden für die Geschäftsbeziehung in allen Bereichen, dem abschliessenden Imbiss sowie dem Austausch unter Berufskollegen wurden die Abende abgerundet. Mit den erfreulichen Teilnehmerzahlen in allen Regionen der Schweiz sowie dem spürbaren Interesse der aktiven Schweinehalter, sich persönlich über Neuerungen zu informieren, wurden die Ziele der SUISAG-Kundenabende erreicht.

Übersicht

 
3. Ausbildung und Bewilligung für Tierhalter/halterinnen, die in der eigenen Tierhaltung oder in der Tierhaltung ihres Arbeitgebers Schweine besamen

Die Tierhalter werden in einem praxisnahen Kurs in folgenden Fachgebieten ausgebildet:

  • Anatomie und Physiologie der Geschlechtsorgane
  • Gewinnen, Lagern und Behandeln des Samens sowie über das Führen der Warenflusskontrolle
  • Besamungstechnik
  • Hygiene der Fortpflanzung
  • Tierseuchen und andere Infektionskrankheiten
  • Vorschriften und Organisation der Tierzucht in der Schweiz
  • Vorschriften über die künstliche Besamung

Abgeschlossen wird der zweitägige Besamungskurs mit einer Prüfung, bei der sich die Tierhalter über Ihr erlerntes Fachwissen ausweisen müssen. Nach der erfolgreich bestandenen Abschlussprüfung erhalten sie ein Zertifikat von der SUISAG und beim kantonalen Veterinäramt des Wohnkantons des Tierhalters, bzw. seines Arbeitgebers, wird die Besamungsbewilligung beantragt. Der Tierhalter ist verantwortlich, dass er die Besamungsbewilligung erlangt. Ob sie vorhanden ist wird von der amtstierärztlichen Kontrolle auf dem Betrieb geprüft. Der Vollzug der Tierseuchenverordnung liegt in der Zuständigkeit der kantonalen Veterinärdienste.

Terminplan der Schweinebesamungskurse 2017

Datum Ort

03./04. Mai 2017


SUISAG
Allmend 8

6204 Sempach

 
24./25. Oktober 2017

 

SUISAG
Allmend 8
6204 Sempach

Anmeldungen nehmen entgegen: SUISAG Sempach Tel. 041 462 65 50

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